Malojapass
Daten
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Kantone
(GR) Graubünden - (GR) Graubünden
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Distanz
30,0 KM
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Höchster Punkt
1.815 m ü.M.
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Max. Steigung
9,0 %
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Befahrbar
ganzjährig offen
Besondere Beschilderung
Maloja - Casaccia
- Anhängerverbot für schwere Lastwagen
- Sattelmotorfahrzeuge vom 15.4. bis 15.11. gestattet
- Ausnahmebewilligungen sind möglich und müssen schriftlich eingereicht werden
Der Malojapass (Malojapasshöhe 1815 m) ist ein beeindruckender Alpenpass im südlichen Engadin, der das Oberengadin mit dem Bergell verbindet. Er gilt als einer der ungewöhnlichsten Alpenpässe überhaupt, weil er kaum eine klassische Passauffahrt von der Engadiner Seite hat – die Landschaft ist dort fast eben –, während er auf der Bergeller Seite spektakulär steil abfällt.
Charakteristik
Höhe: ca. 1815 m
Verbindet: Kanton Graubünden, zwischen Maloja (Engadin) und Casaccia (Bergell).
Passart: Verbindung zwischen dem alpinen Hochtal des Engadins und dem mediterran geprägten Bergell.
Besonderheit: Während viele Alpenpässe zwei ausgeprägte Anfahrten haben, besitzt der Malojapass auf der Engadiner Seite praktisch keine – man fährt über eine Hochebene direkt zur Passhöhe.
Landschaft
Auf der Engadiner Seite: Weite, offene Ebene mit Seenlandschaft (Silsersee in der Nähe), Lärchen- und Arvenwälder, hochalpine Atmosphäre.
Auf der Bergeller Seite: Dramatischer Abstieg mit engen Serpentinen durch ein immer grüner und milder werdendes Tal bis hin zu Kastanienhainen – ein Übergang vom Hochgebirge zu fast mediterranem Klima.
Straßenverlauf
Engadiner Seite: fast flach bis Maloja.
Bergeller Seite: rund 400 Höhenmeter rascher Abstieg in zahlreichen Kurven – beliebt und berüchtigt bei Motorradfahrern und Autofahrern.
Bekannt für
Atemberaubende Ausblicke in Richtung Bergell.
Wetter- und Klimagrenze: häufig Nebel oder Wolken, die über die Passkante „fallen“ – das sogenannte Maloja-Schlange-Phänomen.
Wandern & Outdoor: Ausgangspunkt für Touren ins Forno-Gebiet und den Bergeller Alpen.
Nähe zum Künstlerdorf Maloja, wo Giovanni Segantini wirkte.